Aktuelles
Coop lanciert rezyklierbare Papiertasche aus Altpapier
pld. Die heute in der Schweiz erhältlichen Papiertragtaschen sind üblicherweise aus Neufasern hergestellt. Zudem werden sie mit Chemikalien ausgerüstet, damit sie beim Nasswerden durch Regenfall nicht reissen. Diese Behandlung verhindert allerdings, dass die Papiertaschen anschliessend rezykliert werden können. Coop hat nun eine Tragtasche entwickelt, die zu 85 Prozent aus Altpapier besteht; nur der Griff ist aus besonders reissfestem FSC-Zellstoff hergestellt. Zudem können defekte Tragtaschen ins Altpapier gegeben werden, weil sie rezyklierbar sind. Der FUPS begrüsst die Umstellung der jährlich 30 Millionen von Coop verkauften Papiertragtaschen. Gleichzeitig fordert der Verein die Konsumentinnen und Konsumenten auf, möglichst keine Papiertragtaschen zu benutzen, sondern die Einkäufe in langlebigen Mehrwegtaschen aus Stoff oder Recycling-PET nach Hause zu transportieren.
(10.05.2013)
Workshop zu Umweltschutz in Druckereien
pd. Produktionsintegrierter Umweltschutz ist eine gefragte Strategie für Druckereien, die kosteneffizient und umweltgerecht produzieren wollen. Ein verringerter Ressourcenverbrauch und weniger Umweltbelastung erhöhen die langfristigen Aussichten der Druckerei und die Lebensqualität nachfolgender Generationen. Am Donnerstag, 16. Mai 2013, laden Öbu – Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, und der Verband der Schweizer Druckindustrie (VSD) zum Proofit-Apéro ein. Programm und Anmeldung: www.proofit.ch > Agenda > Nachhaltigkeit
(16.04.2013)
Energie-Plantagen werden zur Gefahr
pld. In der Klimadiskussion haben erneuerbare Energien die Nase vorn. Damit wächst der Bedarf nach Holz und anderen Faserstoffen. Der Bericht «Tree plantations in the South to generate Energy in the North» der Organisation World Rainforest Movement zeigt nun auf, dass für diesen Zweck auf der Südhalbkugel grosse Flächen mit Monokulturen belegt werden – eine neue Form des Landgrabbings mit katastrophalen ökologischen und sozialen Folgen. Schon heute sind im Süden 60 Millionen Hektaren Land – die 15-fache Fläche der Schweiz – durch industrielle Plantagen bedeckt. der Bericht ist auch in Französisch, Spanisch und Portugiesisch erhältlich. Direkter Link
(07.04.2013)
Holzdeklaration mangelhaft
pld. Seit einem Jahr gilt in der Schweiz die Deklarationspflicht für Holz und Holzprodukte. Wie das Büro für Konsumentenfragen mitteilt, wird die Holzart in 91 Prozent der untersuchten Fälle genannt. Mangelhaft ist hingegen die Herkunftsdeklaration, die nur in 57 Prozent der Fälle vorgefunden wurde. Direkter Link
(06.03.2013)
Wettbewerb zu Büro und Umwelt
pld. «Wer hat das umweltfreundlichste Büro Deutschlands?», fragt der Bundesdeutsche Arbeitskreis für umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M) und schreibt erneut seinen Wettbewerb zum Thema aus. Der Preis wird in vier Kategorien verliehen, der Hauptpreisträger erhält jeweils 100'000 Blatt Recyclingpapier und wird öffentlich für sein vorbildliches Verhalten gelobt. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2013. www.buero-und-umwelt.de
(01.03.2013)
Ratgeber: Jetzt auch französisch und italienisch
pld. Der Ratgeber «Papier – Wald und Klima schützen» liegt jetzt auch in einer französischen und italienischen Übersetzung und Adaption vor. Der FUPS konnte die beiden PDF mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt, des Migros Genossenschafts-Bunds, der Loterie Romande und der Umweltämter der Westschweizer Kantone produzieren. Die Ratgeber können elektronisch kostenlos heruntergeladen werden. Links: Papier – Wald und Klima schützen, Papier – Protéger la forêt et le clima und Carta – Proteggere le foreste et il clima.
(20.02.2013)
APP-Konzern gibt Urwaldrodung auf
pld. Asiens grösster Papierhersteller Asia Pulp and Paper (APP) wird ab sofort den Einschlag in den letzten Regenwäldern Indonesiens einstellen. Das verkündete der globale Konzern heute in Jakarta. Seit drei Jahren forderten Umweltverbände wie Greenpeace mit einer internationalen Kampagne den Konzern APP auf, die Regenwaldzerstörung zu beenden. Dabei hatte Greenpeace zahlreiche Unternehmen wie Nestlé, Unilever und Mattel davon überzeugen können, den Einkauf von APP-Papier auszusetzen.
(05.02.2013)
FSC-Nachfrage bei Migros steigt
sa. Die Umsatzzahlen der Migros von 2012 zeigen eine Zunahme von 0,7 Prozent auf 25,03 Milliarden Franken. Grossen Anklang fanden Produkte mit nachhaltigem Mehrwert. Besonders gut liefen die Artikel mit dem FSC-Label, deren Nachfrage um 19,2 Prozent anstieg. «Das erfreuliche Plus wurde hauptsächlich auf dem bestehenden Sortiment bei Micasa und Do it + Garden realisiert, aber auch durch die FSC-Umstellung bei den Milette-Windeln», so die Migros-Sprecherin Monika Weibel auf Anfrage.
(28.01.2013)
FUPS-Ratgeber Papier erschienen
pd. Pro Kopf verbraucht hierzulande jede Person pro Jahr über 200 Kilogramm Papier. Was dieser enorme Verbrauch bedeutet, zeigt der neue Ratgeber «Papier – Wald und Klima schützen», den der Förderverein für umweltverträgliche Papiere und Büroökologie Schweiz (FUPS) in Zusammenarbeit mit seiner deutschen Partnerorganisation in einer Gesamtauflage von 410'000 Exemplaren im ganzen deutschsprachigen Raum publiziert hat. Der Ratgeber erläutert Hintergründe der Papierherstellung, sensibilisiert für die Zerstörung der Wälder zur Papierholzgewinnung, zeigt auf, wie sich Neufaser- und Recyclingpapiere unterscheiden und gibt Tipps, wie man seinen Papierverbrauch reduzieren kann. Bestellung: Gedruckte Fassung (nur deutsch) kostenlos gegen ein adressiertes und frankiertes Couvert C5. Download PDF
(18.12.2012)
Jack Wolfskin: Preis für Recyclingpapier
pd. Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin erhält im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises den diesjährigen Sonderpreis Recyclingpapier. Die unter der Patenschaft von Steinbeis Papier verliehene Auszeichnung wird für den konsequenten Einsatz von Recyclingpapier vergeben: Das Unternehmen druckt insbesondere den zweimal jährlich erscheinenden Katalog in einer Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren auf Papier mit dem Blauen Engel.
(10.12.2012)
Tropenholz in Kinderbüchern
mr. Laut einer Studie von WWF Deutschland wird noch immer für Kinderbücher Holz in bedrohten Regenwäldern gerodet. Von 79 untersuchten deutschen Kinderbüchern enthielten fast 30 Prozent erhebliche Mengen Tropenholz. Bei 22 Büchern wurden in Deckeln oder Seiten entsprechende Fasern nachgewiesen. Einzelne Bücher hatten sogar einen Tropenholzanteil von bis zu 53 Prozent. Nach WWF-Angaben lassen deutsche Verlage Kinderbücher aus Kostengründen zunehmend in Asien produzieren. So sei China mittlerweile einer der wichtigsten Buchlieferanten. Die dafür benötigten Zellstoffe importiere China zum grössten Teil aus Indonesien. Dort werden laut WWF riesige Urwaldflächen illegal für die deutsche Papierproduktion abgeholzt. Link zur Studie
(03.12.2012)
Aus für umstrittene Inkjet-Zeitung
pld. Nach nur einem Jahr stellt die Post den Vertrieb der personalisierten Tageszeitung «Mynewspaper» ein, weil zu wenig Abos bestellt wurden. Die Kundschaft konnte aus verschiedenen Tages- und Wochentiteln eine individuelle Zeitung zusammenstellen und diese digital oder als Print abonnieren. «Papier & Umwelt» kritisierte im Heft 4-2011, dass der Druck von «Mynewspaper» mit der Inkjet-Technologie erfolgt. Gelangen grosse Mengen so bedruckter Zeitungen ins Altpapier, löst sich die Farbe im Pulper auf. Die Fasern verfärben sich und lassen sich nicht rezyklieren.
(01.12.2012)
Konferenz zu ICT und Nachhaltigkeit
pld. Wie kann die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) dafür genutzt werden, die Welt nachhaltiger zu machen? Die gemäss Veranstaltern erste internationale Konferenz zum Thema ICT und Nachhaltigkeit vom Dienstag, 12. Februar bis Samstag, 16. Februar 2013, bringt Fachleute rund um energieeffiziente Soft- und Hardware sowie computergesteuerte Gebäude und Städte zusammen. Ebenfalls Themen an der Veranstaltung an der ETH Zürich sind die sozialen Aspekte einer nachhaltigen ICT. Den Schlusspunkt der Fachtagung, die unter anderem von den Bundesämtern für Raumentwicklung und für Kommunikation unterstützt werden, bildet ein Workshop am 16. Februar zum Thema «Nachhaltige Entwicklung und Informationsgesellschaft». www.ict4s.org
(27.11.2012)
Rahmenvertrag Altpapier: Neue Meldestelle
Nachdem der neue Rahmenvertrag zur Finanzierung der Altpapiersammlung bereits seit Juni 2012 in Kraft ist, haben die Vertragspartner nun auch noch die neutrale Meldestelle für angeschlossene Verträge bestimmt. Die Meldestelle wird vom Sekretariat des Schweizerischen Verbandes für visuelle Kommunikation (VISCOM) geführt. Den Gemeinden wird empfohlen, der Meldestelle eine Kopie von neu abgeschlossenen Papierabnahmeverträgen zu senden, die auf dem neuen Rahmenvertrag basieren. Dies ist notwendig, damit sich die Gemeinden im Krisenfall auf die Abnahmeverpflichtung durch einen der Rahmenvertragspartner und den Mindestpreis berufen können. Im neuen Rahmenvertrag sind die Mindestpreise für Papier um fünf Franken pro Tonne höher als bisher. Meldestelle: info@viscom.ch Rahmenvertrag-Informationen
(12.11.2012)
Deutsche Städte setzen auf Recyclingpapier
Zum dritten Mal in Folge ist Bonn Spitze beim deutschen Städtewettbewerb um die höchste Recyclingpapierquote. Dank der Verwendung des Ökopapiers (18,8 Millionen Blatt pro Jahr) spart die Verwaltung jährlich 6,54 Millionen Liter Wasser, 1,3 Millionen Kilowattstunden Energie und 36 Tonnen CO2. Die eingesparte Menge Wasser entspricht dem Tagesverbrauch von über 50'000 Personen. Und mit der eingesparten Menge Strom können 380 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden. www.papiernetz.de
(27.10.2012)
Workshops zu Green IT
pld. Wie lassen sich Büroarbeitsplätze umweltverträglicher gestalten? Welches Öko-Potenzial haben mobiles Arbeiten und Homeoffice? Swisscom und ÖBU laden am Mittwoch, 14. November 2012, in die Umwelt Arena nach Spreitenbach zu einem Proofit-Anlass. www.proofit.ch > Agenda
(24.09.2012)
Bundesrat lehnt Recyclingpapier ab
pld. 2007 führte die Schweizerische Bundesverwaltung das neue Corporate Design (CD Bund) ein. Bestandteil war auch, dass der Bund ausschliesslich Couverts aus Neufaserpapier verwendet. Der FUPS kritisierte damals diesen Entscheid heftig. Wie erst jetzt bekannt wird, brachte auch die Leitung der Koordinationsgruppe Ressourcen- und Umweltmanagement in der Bundesverwaltung (RUMBA) ein Wiedererwägungsgesuch für Recyclingcouverts ein. Dieses wurde vom Bundesrat aber abgelehnt, wie es im Zwischenbericht zu RUMBA heisst, den der Bundesrat eben publizierte. Angesichts der immer besseren Qualität der Recyclingpapiere und der nach wie vor deutlichen ökologischen Vorteile verlangt der FUPS aber, dass der Bundesrat auf seinen Entscheid von 2007 zurückkommt und Recyclingpapier im Briefverkehr den Vorzug gibt. Link zur offiziellen Meldung
(08.09.2012)
Umwelt Arena mit Antalis
pld. Heute Freitag wird in Spreitenbach die Umwelt Arena offiziell eröffnet. Über 90 Partner ermöglichen die insgesamt 25 Ausstellungen im neuen Kompetenzzentrum für Ökologie, darunter auch der Aargauer Papierhändler Antalis. Die Firma zeigt zum Thema Papierrecycling eine Ausstellung mit Infoständen, Schaufenstern und einem eigens angefertigten Papierbuch, mit dem Papier auf eindrückliche Weise erlebt werden kann. www.umweltarena.ch (24.08.2012)
Altpapier-Rahmenvertrag in Kraft
pld. Seit Anfang Juli gilt eine neue Version des Rahmenvertrags für die Übernahme des kommunalen Altpapiers. Die Mindesterlöse für Papier wurden um fünf Franken pro Tonne höher als bisher festgesetzt. Die Kommunalverbände empfehlen, einen Vertrag gemäss Rahmenvertrag bei normaler Marktlage auszuhandeln. Denn in einer Zeit mit Überangebot von Altpapier ist der Abnehmer nicht verpflichtet, einen Vertrag zu den Konditionen des Rahmenvertrages abzuschliessen. www.kommunale-infrastruktur.ch (22.08.2012)
Deutschland sucht den Recy-Star
pld. Die deutsche Initiative Pro Recyclingpapier lanciert die Kampagne «CEOs pro Recyclingpapier». In einem Appell ruft der Verein Verwaltungsräte und Geschäftsführer von Unternehmen dazu auf, persönlich Verantwortung für den Ressourcenschutz zu übernehmen und Ziele für die Nutzung von Recyclingpapier in ihrem Unternehmen zu definieren. Zu den ersten Vorreitern, die mit dem guten Beispiel vorausgehen, gehören die CEOs von Lufthansa, Hamburger Hafen, Hipp und Epson Deutschland. Link zur Kampagne (22.06.2012)
Papierkonsum 2011 rückläufig
pld. Der Branchenverband ZPK veröffentlicht die Zahlen zur Entwicklung der Schweizer Papier- und Kartonbranche im Jahr 2011. Auffällig ist, dass der Konsum innert eines Jahrs um 5,2 Prozent oder 12 Kilogramm zurückging. Ein wichtiger Grund dürften die sinkenden Stellenanzeigen in den Tageszeitungen sein. Für die Unternehmen war 2011 geprägt von tiefen Papier- und hohen Energie- und Rohstoffpreisen. Während die Fabrik Biberist ganz geschlossen wurde, lagerte die Cham Papier Group einen Teil der Produktion nach Italien aus. ZPK Jahresbericht PDF
(11.05.2012)
Basel-Stadt setzt auf Blauen Engel
pld. Die Verwaltung des Kantons Basel-Stadt beschafft Couverts und Kopierpapier, die noch umweltverträglicher sind als die bisherige Qualität. Bis anhin trugen die Couverts das Label FSC Recycled und waren aus 100 Prozent Altpapier hergestellt. Neu werden sie auch noch klimaneutral produziert. Das neue Recycling-Kopierpapier wird ohne Chlorbleiche und ohne optische Aufheller hergestellt, weshalb es den Blauen Engel tragen darf.
(02.04.2012)
Zu Hause bleiben und CO2 reduzieren
pld. Am 10. Mai 2012 findet der 3. Home Office Day statt. Ziel ist es, die Menschen zu motivieren, am 10. Mai und darüber hinaus öfter von zu Hause aus zu arbeiten. Denn wer regelmässig zu Hause arbeitet, verfügt nicht nur über eine bessere Work-Life-Balance, sondern tut auch etwas für die Umwelt, so die Organisatoren. Laut myclimate könnte der Pendlerverkehr um sieben Millionen Kilometer pro Woche reduziert werden, wenn 450'000 Arbeitnehmende in der Schweiz an einem Tag pro Woche zu Hause arbeiteten. Gleichzeitig könnten so pro Woche 1400 Tonnen CO2 eingespart werden. www.homeofficeday.ch
(28.3.2012)
Nachhaltige Medienproduktion
pld. Welche Trends der integrierten Berichterstattung zeichnen sich heute in der Unternehmenslandschaft Schweiz ab? Was sind die drei wichtigsten Erfolgskriterien eines guten Nachhaltigkeitsreportings? Welche Labels und Zertifikate sind zu beachten und was bedeuten sie? Was haben wir uns unter einer glaubhaften klimaneutralen Produktion von Druckerzeugnissen vorzustellen? Ein Proofit-Apéro der Öbu stellt am 26. April 2012 die neusten Entwicklungen vor. Link Proofit-Apéro
(29.2.2012)
30 Jahre FUPS – mit Infokampagne
pld. Seit 30 Jahren engagiert sich der FUPS für die nachhaltige Produktion und Anwendung von Papier. Der Verein feiert sein Jubiläum mit einer grossen Informationskampagne, die er gemeinsam mit dem «Forum für Ökologie und Papier» (FÖP) im ganzen deutschsprachigen Raum lancieren wird. Dabei kann der FUPS auf die Unterstützung diverser Behörden und Firmen zählen. Medienmitteilung FUPS Jubiläum
(9.2.2012)
Neuer Preis für Ecodesign
pld. Das deutsche Umweltbundesamt schreibt erstmals den «Bundespreis Ecodesign» aus. Unternehmen sowie Designerinnen und Designern wird mit diesem Wettbewerb eine Plattform geboten, Produkte und Ideen von herausragender ökologischer Leistung und gestalterischer Qualität zu präsentieren. Ein Teilnahmekriterium ist, dass das Produkt auf dem deutschen Markt erhältlich sein muss. Einsendeschluss ist 30. April 2012, die Preisverleihung wird im Herbst stattfinden.
www.bundespreis-ecodesign.de
(9.1.2012)